News

Neuigkeiten und Informationen rund um Veranstaltungen und Aktivitäten in der Gemeinde.
Für Medienanfragen wenden Sie sich bitte per Mail an unsere Geschäftsführerin Isabel Schlerkmann.

 

20.03.26

Pessach

Informationen rund um Pessach, inklusive der Koscher LePessach-Produkte, finden Sie hier: www.igb.ch/pessach

Wir wünsche Ihnen einen fröhlichen und koscheren Pessach!

18.05.25

Rückblick der IGB auf den European Song Contest 2025

Die Israelitische Gemeinde Basel (IGB) hat die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen rund um den Eurovision Song Contest 2025 mit grosser Aufmerksamkeit verfolgt und blickt insgesamt positiv auf die vergangene Woche zurück. Der ESC ist ein internationales Kulturereignis, das für Vielfalt, Respekt und den friedlichen Austausch zwischen Nationen und Gemeinschaften steht – Werte, die auch wir als jüdische Gemeinde aus Überzeugung leben, fördern und unterstützen.

Bereits im Februar hat die IGB zu Spenden für das Projekt «Zurück ins Leben – Nova-Überlebende am ESC» aufgerufen: Junge Überlebende des Nova-Musikfestivals vom 7. Oktober 2023, die ihre Freundin Yuval Raphael zum ESC begleiten wollten, sollten eine würdevolle, stärkende und solidarische Zeit in Basel verbringen können.

Die Resonanz auf unseren Aufruf war überwältigend: Mehr als 12’000 CHF wurden gespendet – sowohl von jüdischen als auch nichtjüdischen Unterstützer:innen. Herzlichen Dank für diese eindrückliche Solidarität! Der geplante Aufenthalt wurde durch diese Mittel sowie dank der grosszügigen Unterstützung weiterer Stiftungen und engagierter Privatpersonen möglich. Ein bewegendes Freitagabendessen fand in der IGB mit rund 150 Gästen statt, darunter Gemeindemitglieder, Freund:innen aus Israel, politische Vertreter:innen und Gemeindepartner:innen, darunter Regierungsrätin Tanja Soland, die israelische Botschafterin Ifat Reshef, SIG-Präsident Ralph Friedländer sowie unsere Jugendbundleiter:innen.

Das gemeinsame Schabbatessen mit den Nova-Überlebenden war geprägt von tiefem Austausch, würdevollen Reden und einer kraftvollen Atmosphäre der Verbundenheit. Der Vater eines Überlebenden sowie eine junge Frau richteten bewegende Worte an die Anwesenden, und Rabbiner Vanzetta fand Worte, die Trost spendeten und Hoffnung gaben. Es war ein Abend, der uns alle in der jüdischen und menschlichen Solidarität näher zusammenbrachte. Am Israel Chai!

Ein weiterer besonderer Moment war der Besuch des jüdischen Leadsängers aus Aserbaidschan beim Schabbatgottesdienst in unserer Synagoge – ein wunderbares Zeichen jüdischer Präsenz und Verbundenheit.

Wir gratulieren Yuval Raphael herzlich zu ihrer herausragenden Darbietung. Ihre Persönlichkeit und ihre Resilienz als Überlebende des 7. Oktober 2023 berühren und beeindrucken uns zutiefst.

Besorgniserregende Vorfälle und klares Bekenntnis zu Offenheit und Respekt

Gleichzeitig haben wir mit Sorge zur Kenntnis genommen, dass es in Basel rund um den ESC zu mehreren Vorfällen und Demonstrationen gekommen ist: Kundgebungen mit Slogans, deren Wortwahl und Symbolik teilweise antisemitisch konnotiert waren, eine hasserfüllte Drohgeste gegenüber der israelischen Delegation bei der Eröffnung, das Ausbuhen von Regierungspräsident Conradin Cramer sowie eine vereitelte Farbbeutel-Attacke auf die israelische Sängerin Yuval Raphael während des Finales. Diese Vorfälle haben bei vielen Menschen in unserer Gemeinde zu Recht Entsetzen und tiefes Unbehagen ausgelöst.

Wir sind erleichtert, dass die zunächst abgelehnte Standaktion gegen Antisemitismus schliesslich friedlich auf dem Münsterplatz stattfinden konnte. Als jüdische Gemeinschaft mit langer Tradition und tiefen Wurzeln in dieser Stadt stehen wir für eine offene Gesellschaft und respektvollen Dialog. Zugleich erwarten wir klar und unmissverständlich, dass öffentliche Meinungsäusserungen frei von Hass und Hetze bleiben – unabhängig von ihrer politischen oder kulturellen Motivation.

Im Vorfeld der ESC-Woche hatten wir bewusst auf öffentliche Stellungnahmen verzichtet, um unsere Kräfte auf den Schutz unserer Mitglieder und der jüdischen Institutionen zu konzentrieren. Unser ausdrücklicher Dank gilt den kantonalen Behörden für ihre Unterstützung und Zugänglichkeit sowie dem SIG für die Entlastung durch die Übernahme zahlreicher Medienanfragen.

Unsere Gemeinde steht fest hinter den Grundwerten der Schweizer Demokratie: Schutz der Meinungsfreiheit, Wahrung der Würde jedes Menschen und ein friedliches Zusammenleben aller Bevölkerungsgruppen. Gleichzeitig bekennen wir uns klar, sichtbar und stolz zu unserer jüdischen Identität. Jüdisches Leben gehört zu Basel – heute, morgen und in Zukunft.

Blick nach vorne

Nach dem Eurovision Song Contest kehren wir gestärkt zurück zu einem selbstbewussten, lebendigen und sichtbaren jüdischen Leben in Basel. Wir danken allen, die in dieser herausfordernden Zeit an unserer Seite standen und uns durch Worte, Taten oder Gedanken unterstützt haben. Wir bleiben fest verankert im Leben dieser Stadt – sichtbar und voller Stolz.

28.05.24

Reli-Kursangebot 2024/25

Im Religionsunterricht der IGB stärken Kinder und Jugendlichen ihre jüdische Identität und ihre Verbundenheit mit dem Judentum und Israel durch das Kennenlernen der Geschichte, der Bedeutung der Feiertage, der Traditionen und Gesetze. Feiertagsprogramme und andere kursbegleitende Events fördern das Zusammengehörigkeitsgefühl und lassen die Kinder und Jugendlichen das Judentum aktiv erleben.

Neben verschiedenen Kursangeboten kann man sich ab sofort auch für den neuen Bat/Bar Mizwa-Kurs für die Jahrgänge 2023/2013 anmelden.

–> Mehr Informationen und Anmeldung